Tiere im Kleingarten


Liebe Leserinnen und Leser,

 

in diese Rubrik stelle ich eigene Aufnahmen von Tieren aller Gattungen, die ich im Kleingarten beobachtet und fotografiert habe. Sie sind nicht nach Gattung und Art sortiert, sondern "wild" durcheinandergewürfelt in der Reihenfolge der Aufnahmen...

 

Alle Fotos: Rudolf Müller


Ameisen

 

Ameisen sind nützlich für die Umwelt. Man bezeichnet sie auch als die "Aasgeier" oder "Gesundheitspolizei" in der Insektenwelt.

Im Großen und Ganzen mag das ja stimmen!

Aber: Im Kleingarten richten diese kleinen Plagegeister oftmals viel Schaden an. Sie "graben" große Flächen des Rasens um, unterhöhlen Erdbeerpflanzen und höhlen die süßen Beeren förmlich aus, sie "besiedeln" ganze Möhrenreihen und andere Pflanzen, um ihre Blattläuse zu züchten, zu hegen und zu pflegen.

Was kann man dagegen tun? Gifteinsatz sollte man im Kleingarten und vor allem im Gemüsebeet tunlichst vermeiden!

Was also bleibt übrig? Backpulver? Wirkt das? Ich glaube nicht! Im Kuchen schon...

Meine Erfahrungen zeigen, dass vom Prinzip her gar nichts hilft. Eine gewisse Populationsstärke pro m² stellt sich nach kurzer Zeit immer wieder ein! Man kann ihnen höchstens das Leben schwerer machen, indem man sie immer wieder stört.

Wenn "Ameisenberge" am Rasen nach starkem Regen entstehen, dann spüle ich sie mit einer kräftigen Wasserdusche wieder weg. Das hilft! Die Ameisenzahl vermindert sich dadurch tatsächlich. Das geschieht natürlich nicht nach der 1. "Anwendung". Es dauert schon eine gewisse Zeit. Nach ca. 10 Tagen geben sie meistens auf...

Leider ist das eine richtige Sisyphusarbeit und nach wenigen Tagen graben sie an einer anderen Stelle und man fängt wieder von vorne an! Der Nebeneffekt ist aber: Der Rasen wird gut gewässert und wächst sehr schön :-)!

 

Viel Spaß bei der Bekämpfung!

 


Auf den Bildern sieht man sehr schön, wie die Ameisen ihre "Herden" hüten, hegen und pflegen...


...aber der Feind ist auch nicht weit. Ein "Asiatischer Marienkäfer" (Harmonia axyridis) lauert schon auf Beute!

Er ist aus dem östlichen Asien eingewandert und hat sich bei uns stark ausgebreitet.  Als Neozoen hat er kaum natürliche Feinde.

Fotos: Rudolf Müller


Wanzen

 

Gemeine Stinkwanze

 

An der Mauer meines Gartenhäuschens entdeckte ich eine Grüne Stinkwanze, auch als Gemeine Stinkwanze oder Gemeiner Grünling (Palomena prasinab) bezeichnet,  beim Sonnen. Diese Wanze macht ihrem Namen alle Ehre!

Sie saugen an den Him- und Brombeeren! Wer so eine Beere schon mal gegessen hat, der weiß wovon ich spreche...


Fotos: Rudolf Müller

Streifenwanze

 

Streifenwanzen am Maggikraut.

Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Streifenwanze


Fotos: Rudolf Müller


Honigbiene

 

Es ist immer wieder schön anzusehen, wie diese fleißigen Helfer für die Bestäubung und somit für eine gute Ernte sorgen.

 

Zum Nachdenken:

Um 1 kg Honig zu erhalten, müssen die Bienen etwa 3 bis 5 Millionen Blüten anfliegen! Eine einzelne Biene legt in ihrem Leben bis zu 8.000 km zurück! Für 1 kg Honig schuften 350 bis 400 Bienen ihr Leben lang...

 

 

Hier einige Impressionen...


Fotos: Rudolf Müller


 

 

 

 

 

Das Resultat sind viele köstliche Früchte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Rudolf Müller


Weiße Fliege

 

Dieser gefürchtete Schädling siedelt sich bei ausreichender Wärme meistens an der Unterseite von diversen Kohlsorten, an kann aber fast alle Nutzpflanzen befallen. Im Jahr 2015 hatte ich einen starken Befall bei meinem Palmkohl, sodass die Ernte komplett ausfiel. Jetzt entdeckte ich wieder die Weiße Fliege. Dieses Mal an der Unterseite des Wirsings.

Es ist zwar etwas mühsam, jedoch hat es sich gelohnt! Zur Bekämpfung sprühte ich mit einem scharfen Wasserstrahl die Unterseite der Blätter ab. Das wiederholte ich mehrere Male, um mehrere Entwicklungsstadien wegzuschwemmen! Der Befall hat sich von Anwendung zu Anwendung stark reduziert. Im Kleingarten bei nur wenigen Pflanzen ist diese Art von Bekämpfung zwar mühsam, aber noch machbar...


Fotos: Rudolf Müller


Wespen

 

Allein das Wort WESPEN jagt dem Einen oder Anderen schon einen kalten Schauer über den Rücken!

Dabei sind Wespen gar nicht so aggressiv! Meist ist der Mensch selbst schuld, wenn er gestochen wird weil er wild um sich schlägt oder gar Wespen tötet... Leider geben diese Tierchen dann Stoffe ab, die die anderen Wespen dazu animieren zuzustechen!

Also cool bleiben und die Tiere nicht bedrohen! Mindestens 2 m Abstand vom Nest halten!

Übrigens: Wespennester dürfen nur dann vernichtet werden, wenn sie eine akute Gefahr darstellen; z.B.: Wenn jemand an einer Wespenallergie leidet und Gefahr für Leib und Leben besteht. Ansonsten müssen die Tiere umgesiedelt werden...

 

Zitat Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "Ohne wichtigen Grund dürfen Wespen - wie alle wilden Tiere - laut Pragraph 39 Absatz 14 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht in ihrer Entwicklung gestört werden".


Fotos: Rudolf Müller


Hummeln

 

Ein sehr tiefes Summen machte mich auf diese Hummel aufmerksam. Ich habe selten ein so großes Exemplar gesehen!

Man kann es gar nicht glauben, dass dieses Riesenexemplar überhaupt fliegen kann! Eine Landung auf der Blüte meiner Gojibeere war der Hummel gar nicht möglich. Deshalb benutzte sie ein Blatt.

Hauptsache es schmeckt...!


Fotos: Rudolf Müller


Schlupfwespe

 

In meinem Gartenhäuschen habe ich eine Schlupfwespe entdeckt. Sie nutzt das Loch einer Kabeldurchführung für ihr Zuhause!


Fotos: Rudolf Müller


Gartenkreuzspinne

 

Ein sehr schönes Exemplar der Gartenkreuzspinne ziert die Gegend um die Dachrinne meiner Gartenlaube...

Spinnen sind meine besonderen Freunde, da sie meine "Todfeinde", die Stechmücken, verspeisen!

Guten Appetit!!!